Der neue Porsche GT3

Es ist bereits die fünfte Auflage des Porsche 911 GT3, die Ende Juli in die Serienproduktion geht. Erstmals, seit Beginn der Produktion im Jahre 1999, gibt es den GT3 ausschließlich mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Ein großes Auto-Magazin hatte nun die Möglichkeit einen der letzten Prototypen in den Pyrenäen über die kurvigen Bergstraßen zu scheuchen. Der Fahrer nimmt in dem engen, umklappbaren Karbon-Schalensitz Platz und ist erfreut über den geräumigen Innenraum, der im Vergleich zu anderen Modellen der 911er Reihe etwas größer wirkt. Der Zündschlüssel befindet sich wie gewohnt auf der linken Seite, der Start-Knopf rechts. Wird dieser gedrückt setzt er den 3,8-Liter 6-Zylinder Boxer-Motor in Gang. Das Automatik-Getriebe schaltet bei niedriger Drehzahl automatisch die Gänge hoch, bei einer Geschwindigkeit von 47 km/h, die auf dem Digital-Tachometer gut abzulesen sind, befinden wir uns bereits bereits im fünften Gang. Dann der Kick-Down: Hier kann das Triebwerk seine 475 PS voll zur Geltung bringen und der Porsche beschleunigt aus dem Drehzahl-Keller bis auf maximal 9000 Touren. Im Gegensatz zum Vorgänger dreht der „Neue“ 500 Touren höher und leistet 40 Ps mehr. Der Federungskomfort ist durchaus alltagstauglich. Bei schnellerer Fahrweise macht sich die mitlenkende Hinterachse positiv bemerkbar, die in beide Richtungen bis zu 1,5 Grad mit- und gegenlenken kann. Für eine bessere Traktion sorgt außerdem eine elektronisch geregelte Hinterachssperre.

Ferrari Testarossa gebraucht kaufen

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt Ferrari zu fahren oder sogar einen zu besitzen? Ich selbst kam einmal in diesen Genuss, bei einer Ferrari-Vermietung in Baden-Baden und durfte dort für ca. 100 Euro eine Stunde lang einen Ferrari F355 Cabriolet fahren. Doch auch der Traum vom Besitzen kann erfüllt werden, selbst wenn man kein Millionär ist. Wer im Internet mal ein bisschen recherchiert, der findet einen gut erhalten Ferrari Testarossa bereits für unter 50.000 Euro. Klar ist das immer noch viel Geld, dafür bekommt man immerhin eine schöne Limousine in der oberen Mittelklasse. Man muss allerdings bedenken, dass dieses Auto 1987 230.000 Mark gekostet hat und der Preis des aktuellen F12 Berlinetta heute bei 270.000 Euro liegt.

50.000 Euro sollte man aber auf jeden Fall investieren, fällt der angebotene Wagen deutlich günstiger aus, handelt es sich meistens um unseriöse Verkäufer und irgendetwas ist faul. Auf jeden Fall sollte man das KFZ vor dem Kauf auf Herz und Nieren untersuchen, dafür ist ein Besuch auf der Hebebühne unerlässlich, denn nur hier sieht man Schäden am Gitterrohrrahmen, die ebenso wie zu perfekte Spaltmaße, auf einen Unfall hinweisen. Unbedingt sollte man auch überprüfen, ob der Vorbesitzer alle Wartungen und Inspektionen hat durchführen lassen, denn eine Inspektion ist sehr teuer, beim Testarossa werden hierfür mindestens 2500 Euro fällig. Generell gilt: Autos, die auch wirklich gefahren wurden sind zuverlässiger als reine Garagen-Fahrzeuge.

Mercedes A45 AMG Edition 1

Acht Zylinder waren bisher Pflicht bei AMG, doch der Mercedes A45 AMG Edition 1 bricht mit dieser Regel und ist „nur“ mit vier Zylindern ausgestatten, trotzdem leistet die 2-Liter Maschine, Turbolader sei dank, stattliche 360 PS mit 450 Newtonmeter bei 2.250 Umdrehungen. Wer jetzt denkt, dass sich bei diesen Werten ein riesiges Turbo-Loch auftut, der irrt sich, denn der Mercedes belohnt jeden Druck aufs Gaspedal mit einer ordentlichen Beschleunigung. Aufgrund der für AMG typischen Launch-Control schafft die aufgmotzte A-Klasse den Spurt von 0 auf 100 km/h in nur 4,6 Sekunden.

Im Innenraum gibt es wenig neues, die Zierleisten kommen im Carbon-Look daher, das Platzangebot auf den Rücksitzen ist sehr beschränkt, ein Erwachsener kann dort kaum bequem sitzen.

Erwähnenswert sind die, gegen 2.142 Euro Aufpreis erhältlichen, Schalensitze, die sowohl im Alltag als auch auf der Rennstrecke guten Seitenhalt und trotzdem Komfort bieten. Diese gibt es allerdings in der 56.977 Euro teuren Version Edition 1 serienmäßig dazu ebenso wie das Aerodynamik-Paket, das den Anpressdruck an der Hinterachse um 40 kg erhöht.

Die 19-Zoll-Rädern und die schlecht abgestimmten Stoßdämpfer lassen den Federungskomfort fast schon gegen Null sinken, trotzdem schlägt sich der AMG in dieser Kategorie besser als die „normale“ Mercedes A-Klasse.

Außen fallen einem direkt die modifizierten Autoteile auf. Die Rückspiegel, der mächtige Heckspoiler und die gewaltigen Bremssättel sind in einem knackigen rot lackiert.

Porsche 918 Spyder

Ein Supersportler, der den Spurt von 0 auf 100 km/h in unter drei Sekunden schafft, 340 km/h Höchstgeschwindigkeit und ein durchschnittlicher Verbrauch von 3,3 Litern auf 100 Kilometer? Unmöglich? Nein! Porsche hat es mit dem Porsche 918 Spyder geschafft so ein Auto wirklich zu bauen. Zwar handelt es sich bei dem Modell, das Walter Röhrl für Auto Motor Sport auf der Nordschleife testen durfte um einen 3 Millionen Euro teuren Prototypen, aber Ende 2013 dürfen sich 918 ausgesuchte Kunden über dieses ungewöhnliche Auto freuen. Doch dann müssen sie auch 786.026 Euro für den Hybrid-Sportwagen zahlen.

Wie schafft es also Porsche diese so gegensätzlichen technischen Daten in einem Auto zu verbinden? Ganz einfach: Mit Hybrid-Technik. Ganze 285 PS holen die Ingenieure aus dem Elektromotor des 918 Spyder heraus. Das ist soviel wie bei einem Golf GTI.  Damit kann man 30 Kilometer weit fahren und schafft eine Spitze von 150 km/h.

Schaltet man dann jedoch per Rädchen am Lenkrad den 612 PS starken 4,6-Liter-V8 zu, kommt sogar Walter Röhrl ins Schwitzen. Ganze 887 PS stehen dem Fahrer dann zur Verfügung um mit den 1640 Kilogramm schweren Spyder um die Kurven zu driften. Und das Driften ist gar nicht so einfach, weil der Spyder, bei trockener Fahrbahn und warmen Reifen, eine unglaubliche Bodenhaftung aufbaut. Verzögert wird mit vier Carbon-Keramik-Bremsscheiben wobei beim Bremsen Energie zurück in den Lithium-Ionen-Akku des Porsches fließt.

BMW 535i GT

Den perfekten Spagat zwischen Luxus und Fahrdynamik, das verspricht BMW seinen Kunden und nimmt am BMW 535i GT eine kleine Modellpflege vor.

Der Innenraum wirkt sehr edel und aufgeräumt, die Ledersitze sind sehr bequem und bieten dennoch genügend Seitenhalt, wenn man den GT etwas flotter um die Kurven fährt. Das Infotainmentsystem iDrive liefert gegen Aufpreis Echtzeit-Stauinformationen, Fußgänger-Erkennung bei Nacht, Einparkassistent und Online-Musikdienst. Die Beinfreiheit ist auf den Vordersitzen wie auf den Rücksitzen atemberaubend groß und durch die sehr hohe Sitzposition verliert man nie den Überblick. Hinter der zweiteiligen Rückbank befindet sich der Kofferraum, der im Vergleich zum Vorgänger um 60 Liter gewachsen ist und nun 500 Liter fasst. Musik hören die Insassen aus Lautsprechern der Firma Bang & Olufsen.

Wem die serienmäßig verbauten Bixenon-Scheinwerfer nicht ausreichen, der kann sich, natürlich gegen Aufpreis, LED-Scheinwerfer einbauen lassen.

Angetrieben wird der BMW 535i GT von einem Reihensechszylinder mit Turbolader und 306 PS. Das Achtstufen-Automatik-Getriebe arbeitet präzise und schnell.

Äußerlich hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht sehr viel verändert. Die Autotüren haben keinen Scheibenrahmen mehr, das Heck wurde etwas überarbeitet und wirkt etwas „eingedrückt“ über den beiden großen verchromten Auspuff-Endtöpfen.

Der BMW 535i GT kostet in der Basisversion 59.700 Euro, das sind 1.100 Euro mehr als der Vorgänger gekostet hat. Ob sich dieser Aufpreis für die kaum zu erkennde Modellpflege wirklich lohnt, können wohl nur eingefleischte BMW-Fans entscheiden.

 

Porsche Panamera S E-Hybrid

Wie stellt man sich einen typischen Porsche vor? Klein, leicht, windschnittig, pfeilschnell und nicht gerade günstig. Auf den neuen Porsche Panamera S E-Hybrid trifft nur eins dieser Attribute zu: Der Preis. 110.409 Euro müssen die Käufer auf den Tresen legen um dieses Auto ihr eigen nennen zu können. Dafür bekommen sie aber auch einiges geboten.

Mit 2,2 Tonnen Gewicht und einer Länge von über 5 Metern ist der Panamera längst kein Sportwagen mehr, sondern vielmehr eine Luxus-Limousine. Als Nebeneffekt erhält der Porsche auch gleich einen Facelift: Das vormals dicke Heck wurde merklich dünner und die Scheinwerfer erinnern an die Leuchten des Cayman.

Der 95 PS starke Elektromotor schafft im Stadtverkehr knapp 40 Kilometer Reichweite und reicht um zügig mitzuschwimmen. Porsche verspricht einen Verbrauch von 3,1 Litern auf 100 Kilometer, dieser Wert ist aber sehr hypothetisch. Trotzdem ist der von uns gemessene Verbrauch von knapp 8 Litern sehr beachtlich für ein solch großes Auto mit über 400 PS.

416 PS leistet der V6 Kompressor Motor in Zusammenarbeit mit dem Elektromotor bei einem Drehmoment von 590 Nm. Damit beschleunigt das Schwergewicht in 5,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Spitze von 270 Km/h.

Trotz der großen Ausmaße und des hohen Gewichts fährt der Panamera sehr leichtfüßig um die Kurven und lenkt sich dank des straffen Fahrwerks fast schon wieder wie ein Sportwagen.

 

Der Nissan 370Z Nismo

Nach den Amerikanern und Japanern kommen nun auch endlich die Europäer in den Genuss, einen vom Werkstuner Nismo aufgemotzten 370Z zu fahren. Die 16 Extra-PS unter der Haube sind zwar nicht sonderlich spektakulär, dafür haben es aber die Karosserieteile des Nissan 370Z Nismo in sich.

Serienmäßig gibt es beim Nismo 19-Zoll-Räder, eine tiefe Frontschürze, Heckspoiler, Seitenschweller, einen Diffusor und rote Bremssättel. Durch die breiteren Radläufe und die Spoilerlippe wird der Nismo drei Zentimeter breiter und zwei Zentimeter länger als das Serienmodell.

Doch auch die nackten Zahlen sprechen für den getunten Nissan. Der 3,7-Liter V6 Saugmotor leistet 344 PS bei einem Drehmoment von 371 Nm. Damit beschleunigt das Coupe von 0 auf 100 km/h in 5,2 Sekunden. Bei Tempo 250 regelt der Motor allerdings elektronisch ab. Der Verbrauch liegt bei durchschnittlich 10,6 Litern Super Plus.

Im Innenraum herrscht sportliche Atmosphäre: Sportsitze mit gutem Seitenhalt, Alu-Pedale und das mit Alcantara-Leder überzogene Sportlenkrad lassen Rennfeeling aufkommen. Besonderes Gimmick: Tachometer, Drehzahlmesser und Tankanzeige sind auf der Lenksäule montiert und bleiben nach dem Einjustieren des Lenkrades immer im Blickfeld des Fahrers.

Das Fahrwerk, das extra für den europäischen Markt angepasst wurde, ist extrem straff abgestimmt, bietet eine stabile Kurvenlage und präzises Einlenkverhalten.

Für 44.900 Euro ist der Nissan 370Z Nismo demnächst in Deutschland zu haben, das sind exakt 12.000 Euro mehr als für das günstigste Serienmodell.

Die neue Mercedes A-Klasse

UK9JUTJT26RT 1997 fiel die Mercedes A-Klasse noch dem Elchtest zum Opfer, doch 2012 erhält sie das wohl radikalste Makeover in der Firmengeschichte von Mercedes. Sehr viel länger und flacher kommt die A-Klasse daher, doch darunter muss leider auch die Alltagstauglichkeit leiden, wie wir feststellen mussten.

Äußerlich ist die neue A-Klasse zwar um einiges länger (4,29 Meter) und breiter (1,78 Meter) geworden, dafür ist es im Innenraum umso enger. Auf den hinteren Sitzen ist es für einen durchschnittlichen Erwachsenen viel zu eng und in den Kofferraum bekommt man trotz eines Ladevolumens von 340 Litern kaum einen Kinderwagen oder einen größeren Koffer verladen, das verhindern die breiten einteiligen Heckleuchten.

Selbst wenn man sich die technischen Daten des Autos ansieht, stellt man fest, dass es wohl keine Vergleichstests gewinnen wird.

Dazu kommt dann noch der Preis, den man für diesen schön gestalteten aber unpraktischen Wagen zahlen muss. Für die günstigste Variante mit einem 122 PS Benzin-Motor verlangt Mercedes stolze 24336 Euro, rund 2000 Euro mehr als für einen vergleichbaren VW Golf also.

Nichts desto trotz wurde die neue A-Klasse von den Lesern der Auto-BILD beim Design Award 2012 zum schönsten Auto des Jahres gewählt.

Unterm Strich kann man sagen, dass Mercedes mit der A-Klasse ein solides aber eher durchschnittliches Auto vorgestellt hat. Vielleicht ist das aber ein Tick zu wenig für die verwöhnte Mercedes Kundschaft.

Der Mercedes E200T Avantgarde

Die Mercedes E-Klasse hat seit längerer Zeit mal wieder ein Facelift erhalten: Die schmaleren hinteren Kotflügel fallen direkt ins Auge ebenso wie der modifizierte Spoiler und Kühlergrill, bei genaueren Hinschauen erkennt man auch leichte Veränderungen an den Rückleuchten.

Der Innenraum ist Mercedes-typisch komfortabel: Edle Applikationen aus Metall, die große Analoguhr, Klimaanlage und Infotainmentsystem lassen die Insassen fast schon luxuriös reisen.

Unter der Motorhaube löst ein Turbo-Vierzylinder mit mit zwei Litern Hubraum und 184 PS den 1,8 Liter Vorgänger ab. In neun Sekunden beschleunigt er den 1,8 Tonnen schweren Mercedes auf 100 km/h und schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h. Bei sparsamer Fahrweise schluckt der Avantgarde trotzdem nur 7,4 Liter auf 100 km.

Das Fahrwerk mit seinen Adaptivdämpfern lässt sich in 2 Positionen einstellen und schafft die Balance zwischen komfortabel und straff.

Die vielen Assistenten in der E-Klasse machen den Fahrer fast schon überflüssig: Die integrierte 3D Stereokamera erkennt Fußgänger, Querverkehr und Fahrzeuge auf der Nebenspur. Das Auto warnt den Fahrer sogar bei zu schneller Fahrt dank Verkehrsschildererkennung und der Tempomat ist so intelligent, dass er sogar Rechtsüberholen verhindert. Den Spurhalteassistenten sollte man allerdings deaktivieren, da er zu oft und zu massiv dem Fahrer ins „Lenkrad greift“.

Die gegen Aufpreis erhältlichen adaptiven Voll-LED-Scheinwerfer leisten hingegen vorzügliche Arbeit und leuchten die Straße optimal aus.

Alles in allem liefert Mercedes eine gelungene Neuauflage des E200T Avantgarde.